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Historische Schlachten

Ausschreitungen zwischen Zuschauern, zwischen Spielern oder aber zwischen Zuschauern und Schiedsrichtern oder Zuschauern und Spielern, Pöbeleien, Schlägereien sowie tragische Unglücke mit Todesfolge sind keine Phänomene der Fußball-Neuzeit. Diese gab es bereits in der Weimarer Republik sowie weit davor und das beileibe nicht nur im sogenannten ‘neutralen’ bürgerlichen Lager oder im Mutterland des Fußballs, wie die nachstehende Auswahl an Zeitungsmeldungen mit Geschichten zu historischen Schlachten suggerieren mag.

Schottland: Auschreitungen in Greenock

Aus: Vorwärts, 11.04.1899, Nr.: 84, Jg.: 16, Tagesausgabe S. 7

Ein Sportfest. In Greenock (England) kam es Sonntag gelegentlich eines Fußball-Matches zu Ausschreitungen zwischen den Spielenden. Die verlierende Partei griff die gewinnende an. Es entstand ein 2 Stunden dauerndes Handgemenge, bei welchem 19 Teilnehmer verletzt wurden. Die Polizei nahm 9 Verhaftungen vor.

Der oben beschriebene Zwischenfall dürfte sich am Sonntag, den 9. April 1899 in Schottland (dort liegt Greenock nämlich) im 1879 eröffneten Cappielow Park westlich von Glasgow ereignet haben. Der Cappielow Park ist die Heimstätte des 1874 gegründeten Greenock Morton Football and Athletic Clubs, dessen größter Erfolg der Gewinn des schottischen Pokals gegen die Glasgow Rangers im Jahre 1922 war.

Berlin: Auf dem Turnplatz verunglückt

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist AufTurnpaltzVerunglueckt.jpg
Aus: Vorwärts, 21.04.1909, Nr.: 92, Jg.: 26, Tagesausgabe S. 9

Auf dem Sportplatz schwer verunglückt ist gestern nachmittag der 16 Jahre alte Bruno Hirtens aus der Ackerstrasse 133. H. hatte mit mehreren anderen jungen Leuten auf dem Spielplatz an der Behmstraße Fußball gespielt. Dabei kam er zu Fall und unglücklicherweise wurde er von einem hinter ihm herjagenden Mitspieler mit solcher Gewalt getreten, daß ihm das Hüftgelenk ausgerenkt und der linke Oberarm gebrochen wurde. Der Schwerverletzte wurde in bedenklichem Zustande nach dem Lazarus-Krankenhause gebracht.