Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Zobel, Paul

Paul Zobel (* 13. März 1891 in Berlin; † 22. März 1945 in Dachau)

Deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer.

Wurde 1906 aktiv im Arbeitersportverein Fichte und engagierte sich auch in der Dachorganisation, dem Arbeiter-Turn-und-Sport-Bund.

Er war einer der Sprecher des linken Flügels des ATSB. Nach 1919 organisierte er den Arbeitersport in Berlin mit und wurde Vorsitzender des Arbeitersportkartells in Berlin Prenzlauer Berg sowie Leiter der Märkischen Spielvereinigung.

Von Herbst 1923 bis zum Sommer 1926 war er Geschäftsführer des KPD-Verlages Vereinigung Internationaler Verlagsanstalten und arbeitete dann in der Sportpolitischen Abteilung beim ZK der KPD.

Bedeutender Theoretiker und Politiker der internationalen Roten Sportbewegung. 1924 Delegierter auf dem III. Weltkongress der Roten Sportinternationalen und wurde in deren Plenum gewählt.

Im November 1927 wegen Herausgabe “hochverräterischer Schriften” zu einem Jahr Festung verurteilt. Im Mai 1928 aus der Haft entlassen, da er in den Preußischen Landtag gewählt wurde, .

Zusammen mit Ernst Grube einer der wichtigsten Funktionäre der Kampfgemeinschaft für rote Sporteinheit (KG), leitete er (mit Grube) die Zeitschrift “Internationaler Arbeitersport”.

In der Nacht des Reichstagsbrandes (Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933) verhaftet, kam Zobel bis Dezember 1933 ins KZ Sonnenburg in “Schutzhaft”.

Im Juli 1944 erneut inhaftiert, verstarb er am 22. März 1945 aufgrund von Mißhandlungen im KZ Dachau.

Ähnliche Einträge